- 05.03.2026
- Experten-Wissen
Recruiting 2.0: Die besten Online-Portale für Azubis und Fachkräfte
Wer als Unternehmer im Handwerk – egal ob Tischlerei, Fensterbau oder Sonnenschutztechnik – zukunftssicher bleiben will, muss dort präsent sein, wo sich Fachkräfte und Azubis von morgen aufhalten: auf Online-Portalen. Doch keine Sorge, Sie müssen kein IT-Experte sein, um den Anschluss zu finden. In diesem Beitrag bekommen Sie Tipps, wie Sie junge Menschen für Ihren Betrieb interessieren.
Geschrieben von Heiko Fischer

Welche Portale für die Suche?
Nicht jedes Portal passt zu jedem Betrieb. Während Generalisten eine große Reichweite bieten, helfen Nischenportale dabei, Streuverluste zu minimieren. Wenn Sie einen Auszubildenden oder einen erfahrenen Gesellen suchen, müssen die entsprechenden Angebote attraktiv und rund um die Uhr im Netz präsentiert werden: auf den relevanten Stellenportalen, in sozialen Medien und natürlich auf der eigenen Website Ihres Betriebs.
Tipps für die digitale Azubi- und Fachkräftesuche
1. Authentische Inhalte
- Bevor Sie ein Portal, Ihre Social-Media-Kanäle oder Ihre Website füttern, brauchen Sie Material, das die Leute anspricht und gezielt über Ihr Angebot informiert.
- Machen Sie dafür beispielsweise 5–10 Fotos oder kurze Videos (max. 30 Sek.) von Ihrer Werkstatt, einem Fenster-Projekt oder einer Terrassenmontage.
- Fotografieren Sie sich und Ihre Mitarbeiter:innen bei der Arbeit mit einem Lächeln.
- Formulieren Sie in drei Sätzen, was Ihren Betrieb ausmacht.
2. Kanäle wählen
- Streuen Sie Ihr Stellenangebot dort, wo es auch regional und zielgruppengerecht gefunden wird.
- Tragen Sie Ihr Lehrstellen-Angebot auch in die Lehrstellenbörse Ihrer Handwerkskammer ein. Das ist die Basis, da Berufsberater und Schulen darauf zugreifen.
- Nutzen Sie Portale wie Ausbildung.de oder regionale Jobbörsen.
- Veröffentlichen Sie Ihre Ausschreibung auch auf Social-Media-Plattformen wie beispielsweise TikTok, YouTube und Instagram. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter:innen, diesen Beitrag in ihrem privaten Umkreis zu teilen, um eine digitale „Mund-zu-Mund-Propaganda“ anzustoßen.
3. Einfache Bewerbung – schnelle Antwort
- Machen Sie den Erstkontakt so einfach wie möglich. Geben Sie beispielsweise eine Handynummer an, über die Bewerber:innen einfach eine kurze Textnachricht schreiben können.
- Erklären Sie im Text, dass ein Lebenslauf für das erste Kennenlernen nicht nötig ist. Ein kurzes Telefonat oder Treffen in der Werkstatt zählt hier mehr.
- Versprechen Sie eine Antwort innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Schnelligkeit signalisiert Wertschätzung.
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