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19. - 22. März 2024 // Nürnberg, Germany

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Analysieren, planen, umsetzen: Digitalisierung im Handwerk ist Chefsache!

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Sie wollen Geschäftsabläufe in Ihrem Betrieb digitalisieren? Dann sollten Sie sich vor der Frage nach der Umsetzung überlegen, wo Sie „digital“ im Moment stehen. Also: Checken, (über)prüfen oder analysieren Sie als Erstes, wie es um den sogenannten digitalen Reifegrad Ihres Unternehmens bestellt ist. Das gelingt zum Beispiel mit einem Online-Reifegrad-Check ((LINK https://100prozent.digital/digitaler-reifegrad-check/ )), wie ihn beispielsweise die Plattform „100 PROZENT DIGITAL“ speziell für Handwerksbetriebe kostenlos bereitstellt.

Mit diesem Check können Sie ein „Gefühl“ dafür entwickeln, wo Sie in Sachen Digitalisierung gerade stehen. Der Aufwand ist mit rund 15 bis 20 Minuten überschaubar, der konkrete Nutzen hingegen aufgrund der umfänglichen individuellen Auswertung hoch. Das gilt für alle Betriebe – egal, ob Sie noch überlegen, in die Digitalisierung einzusteigen, oder ob Sie schon teildigitalisiert sind!

Natürlich können Sie Ihr Wissen um den Reifegrad Ihres Betriebs auch mithilfe eines Unternehmensberaters und durch intensive Gespräche im Detail erweitern. In der Regel braucht es dazu die intensive externe Unterstützung der Experten.

Der nächste Schritt wäre, eine „Arbeitsgruppe“ aus motivierten Mitarbeitern ins Leben zu rufen. Letztere sollten bereit sein, gemeinsam mit Ihnen einen „digitalen Fahrplan“ zu entwerfen. Ob dies mit Unterstützung von außen geschieht, hängt sicherlich auch von der Qualifikation und Innovationsfähigkeit der Mitarbeiter ab.

Digitalen Fahrplan entwickeln

Konzentrieren Sie sich bei der Planung von Digitalisierungsschritten zunächst auf die Bereiche im Betrieb, die aus Ihrer Sicht den größten Handlungsbedarf haben. Das könnten beispielsweise digitale Services über Ihre Website sein oder Arbeitsabläufe wie Zeit- und Aufmaßerfassung. Egal, wo Sie beginnen: Es ist wichtig, dass Sie sich nicht verzetteln und beispielsweise durch eine zu weit gefasste Strategie zu viele „Baustellen“ gleichzeitig aufmachen.

Vereinfachung ist deshalb ein zentraler Schlüssel. Es gilt, dafür eine strukturierte Vorgehensweise zu entwickeln, an der Sie – aber auch Ihre Mitarbeiter – sich orientieren können. Im Prinzip gibt es verschiedene Herangehensweisen: Verfügen Sie in Ihrem Unternehmen bereits über eine hohe digitale Affinität, die idealerweise von Ihnen als Chef ausgeht, ergibt es durchaus Sinn, den Transformationsprozess von innen heraus zu strukturieren und zu starten.

Sind diese Kompetenzen oder die Zeit nicht im nötigen Umfang vorhanden, sollten Sie sich mit Technologie- oder Digitalisierungsexperten der Verbände oder Organisationen Ihrer Branche an einen Tisch setzen.

Bewusstsein für neue Kundenanforderungen entwickeln

Kunden sind heute längst digital aufgestellt und erwarten dies auch von ihren Dienstleistern! Sie verfügen darüber hinaus über ein enormes „Machtmittel“: das Internet! Waren gestern Kontaktpunkte das Telefon, die E-Mail-Adresse oder das Erstgespräch im Betrieb, wollen immer mehr Kunden den schnellen „Klick“ – am besten mit noch schnellerer Rückmeldung von Ihnen. Als Minimum wird heute eine personalisierte, inhaltlich aktuelle Website erwartet, die auch (!) für mobile Endgeräte optimiert ist. Auch Online-Produktkonfiguratoren stehen hoch im Kurs, mit denen Interessenten einen ersten Eindruck davon bekommen, was Sie anbieten und in welcher Preisklasse sich die gewünschten Endergebnisse bewegen. Ferner stehen digitale Kontakte über die Website oder die üblichen sozialen Medien hoch im Kurs.

Welche Vorgehensweise für Sie am geeignetsten ist, hängt von Ihrem Budget und den personellen Ressourcen ab. Dass Sie mit der durchgängigen digitalen Dokumentation Ihres Auftrags und der papierlosen Rechnungsstellung beim Kunden punkten, dürfte außer Frage stehen.

Kunden entwickeln aufgrund der Transparenz, sprich der vielfältigen Recherche- und Informationsmöglichkeiten des Internets, immer mehr ein sozusagen „digitales Bauchgefühl“ dafür, wer „ihr“ Geschäftspartner oder Dienstleister sein könnte.

Deshalb sind die digitalen Gepflogenheiten und die damit einhergehenden Erwartungen Ihrer Kunden ein ernst zu nehmender Wettbewerbsfaktor, den Sie nicht außer acht lassen sollten.

Internetbasierte Technologien nutzen

Sie können in Ihrem Unternehmen – unabhängig seiner Größe – Wertschöpfung in größerem Maßstab denken, wenn Sie digitale Technologien mit Ihren traditionell gewachsenen Fähigkeiten verbinden. In der Cloud – also das Internet – stehen Ihnen heute viele Geschäftsanwendungen über die „Abrechnung nach Verbrauch“ zur Verfügung. Die Nutzung erfolgt idealerweise über mobile Apps. Mit diesen können Sie sofort und ohne komplexe Installationsprozesse arbeiten. Auch moderne Branchensoftware ist so aufgestellt!

Mithilfe echter Cloud-Lösungen kann jeder Projektbeteiligte seinen Beitrag leisten, sei es in Form von Daten, Dokumenten, Bildern, Kommentaren oder Nachrichten. Ihre Aufträge und alle damit zusammenhängenden Informationen und Vorgänge können Sie so professionell, automatisch und lückenlos dokumentieren.

Sämtliche Informationen und Daten können damit jederzeit von jedem Ort mit Internetanschluss gespeichert und abgerufen werden. Außerdem sind die Daten in einer Cloud nachhaltig vor Verlust und Manipulation durch Dritte geschützt. Betreiber mit Sitz in der EU sind dazu im Rahmen der DSGVO-Vorschriften verpflichtet.

Sie können den verschiedenen Beteiligten (Mitarbeiter, Kollegenunternehmen in einer Handwerkerkooperation, Kunden etc.) unterschiedliche Rechte bei der Bearbeitung und Verwaltung von Daten zuweisen. Daten und Dokumente können Sie über Datenschnittstellen automatisch austauschen.

Cloud-Dienstleister nutzen übrigens modernste Technologien – sowohl für den Betrieb als auch für den Schutz ihrer Infrastrukturen, Anwendungen, Kundendaten und Verbindungen. Und sie erheben in der Regel den Anspruch, dass ihre Lösungen zu 99,99 Prozent verfügbar sind. Ein

Wert, den Sie als Unternehmen mit einer „normalen“ Unternehmens-IT wahrscheinlich nicht bzw. nur mit enormem (Kosten-)Aufwand und dem dazugehörenden Know-how erreichen werden.

Fazit

Es gibt für die Digitalisierung von Unternehmen keine „Patentrezepte“. Vor allem muss jedes Handwerksunternehmen seinen individuellen Weg finden. Und damit sollten Sie sich in Ihrer Rolle als Unternehmer auseinandersetzen. Zunächst im Kopf. Dann checken Sie, wo Sie stehen. Anschließend bewerten Sie die aktuelle Situation. Zum guten Schluss erst erfolgt die konkrete Umsetzung.

Das Forum „Digitalisierung praktisch gestalten im Handwerk“ ist der Schmelztiegel der umsetzungsorientierten Digitalisierung auf der FENSTERBAU FRONTALE und HOLZ-HANDWERK 2022 in Nürnberg. Dort finden Sie vom 12.– 15.07.2022 an vier Tagen für sich und Ihr Unternehmen den richtigen Weg in die eigene Digitalisierung. Informationen, Inspiration und konkretes Wissen zu diesem und vielen weiteren Themen gibt es live in Form von Power-Interviews und im persönlichen Austausch mit Digitalisierungsexperten und Handwerkskollegen.

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