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29. März - 1. April 2022 // Nürnberg, Germany

FENSTERBAU FRONTALE Newsroom

Die Kunststoffprofil-Industrie begrüßt neue EU-Initiativen

Infografik
© EPPA

„Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit“ und „Renovierungswelle“: Die Kunststoffprofil-Industrie begrüßt die neuen EU-Initiativen und ruft dazu auf, Synergien zu nutzen.

Brüssel, 28. Oktober 2020 – Am 14. Oktober stellt die Europäische Kommission im Rahmen des Green Deal zwei Initiativen vor: die Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit und ihre Renovierungswellen-Strategie zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden. Der europäische Wirtschaftsverband für Hersteller von Kunststofffenstersystemen EPPA sieht darin eine grundlegende Bedeutung für das Kunststofffenster. Daher unterstützt EPPA die Umsetzung beider Initiativen zur Minimierung der Klimaauswirkungen durch Verringerung des Energie- und Rohstoffverbrauchs. Der Verband fordert die EU-Kommission jedoch auf, das Recycling von Kunststofffenstern am Ende ihres Lebenszyklus zu unterstützen und zu fördern, damit beide Initiativen zum Erfolg führen.

EPPA begrüßt die neue Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit, die Maßnahmen zur sicheren und nachhaltigen Herstellung von Chemikalien vorsieht. Die Initiative soll sicherstellen, dass die Vorteile von Chemikalien ausgeschöpft werden, ohne Mensch und Umwelt zu schädigen. Gleichzeitig fördert die Kommission auch die Verwendung von so genannten Sekundärrohstoffen (gewonnen aus Recycling-Material), die Schaffung von ungiftigen Materialkreisläufen sowie Innovationen in industriellen Produktionsprozessen. EPPA stimmt zu, dass das Wissen über vorhandene, besonders besorgniserregende Stoffe während des gesamten Lebenszyklus von Materialien und Produkten wichtig ist.

EPPA ist ebenfalls erfreut über die Bekanntgabe der Renovierungswelle. Die Initiative zielt darauf ab, Millionen von Gebäuden zu renovieren, die Renovierungsrate im nächsten Jahrzehnt auf 2 % zu erhöhen, die Wirtschaft in Zeiten des Aufschwungs anzukurbeln, den Europäern bessere Häuser zu ermöglichen und das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu unterstützen. Darüber hinaus trägt die Renovierungswelle dazu bei, den Energieverbrauch im Bausektor zu senken und die Energiekosten für die Europäer zu reduzieren.

„Den Initiativen mangelt es jedoch an Stimmigkeit, die unserer Meinung nach hergestellt werden muss, damit sie nahtlos funktionieren und eine effektive Wirkung entfalten können“, so EPPA Geschäftsführerin Charlotte Röber. „Wir fordern daher die Kommission auf, durch eine gründliche Bewertung zu klären, wie sich die beiden Initiativen gegenseitig beeinflussen.“

Recycling ist die beste Lösung für die Entsorgung von Alt-Kunststofffenstern

In beiden Initiativen spielen Kunststofffenster eine entscheidende Rolle. Beispielsweise sparen neue Fensterprofile mit einem Rezyklatanteil von 40 % während der Produktionsphase Emissionen von 12 kg CO2-Äquivalent pro Fenstereinheit ein. Bereits heute sind Kunststofffenster Bauprodukte, die in kontrollierten und geschlossenen Kreisläufen recycelt werden. Dadurch ist eine vollständige Rückverfolgung und Wiederverwertbarkeit der wertvollen Ressource PVC-U gewährleistet. Altfenster dienen als Rohstofflieferant für neue Profile. „Ökobilanzen1 haben gezeigt, dass das Recycling bei weitem die beste Option für die Entsorgung von Kunststofffenstern am Ende ihres Lebenszyklus ist“, erklärt Charlotte Röber.

In Europa befinden sich derzeit etwa 650 Millionen Kunststofffenster im Bestand. Der Fenstertausch ist neben der Erneuerung der Dämmung und der Dachdeckung die bevorzugte Maßnahme für eine energieeffiziente Gebäudesanierung. Daher erwartet die Kunststoffprofilindustrie, dass in den kommenden Jahren jährlich mehrere Millionen alte Kunststofffenster gegen neue ausgetauscht werden.

Daher lassen sich wichtige Synergien für Fenster in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Recycling und Energieeffizienz identifizieren.

Renovierungswelle wird den Austausch von Alt-Kunststofffenstern begünstigen

Kunststofffenster sind langlebige Produkte, die etwa 40 Jahre im Einsatz sind. Während die Verwendung von Blei-Stabilisatoren vor über 15 Jahren eingestellt wurde, enthalten rund 80 % des derzeitigen Bestands von Kunststofffenstern (430 Millionen Einheiten) diesen Altbestand an Additiven. Von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)2 in Auftrag gegebene wissenschaftliche Bewertungen haben jedoch gezeigt, dass das Blei sicher in die Hart-PVC-Matrix eingebettet ist.

Die Renovierungswelle wird den Austausch von alten Kunststofffenstern begünstigen. Aus Gründen der Nachhaltigkeit fordert EPPA, dass diese Fenster recycelt und das Rezyklat wieder in den Kern neuer Fenster eingebracht wird. Seit über 20 Jahren hat die Kunststoffprofilindustrie ein entsprechendes geschlossenes Recyclingnetzwerk aufgebaut, das Erfassungs- und Recyclingkapazitäten in ganz Europa umfasst. Heute werden bereits 23 % des in europäischen Fensterprofilen verwendeten PVC-Materials aus Rezyklat gewonnen.

Weiterführende Informationen:

Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit

  • EC-Pressemitteilung
  • Kommunikation zur Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit: Auf dem Weg zu einer schadstofffreien Umwelt
  • Fragen und Antworten zur Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit
  • Faktenblatt zur Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit

Renovierungswelle

  • EC-Pressemitteilung zur Renovierungswelle
  • EC-Strategiepapier Renovierungswelle

Pressekontakt

EPPA ivzw | European Trade Association of PVC Window System Suppliers

Öffentlichkeitsarbeit

info@eppa-profiles.eu | +32 2 739 63 81

Über EPPA

EPPA ist der europäische Wirtschaftsverband für Hersteller von Hart-PVC-Fensterprofilsystemen und verwandten Bauprodukten. Mit Sitz in Brüssel vertritt EPPA die Systemhäuser gegenüber Belangen der europäischen Kommission. EPPA bildet weiterhin eine gemeinsame Plattform für nationale Aktivitäten im Bereich Kunststofffenster-Technologie, Recycling, Umwelt und Öffentlichkeitsarbeit.

1 www.eppa-profiles.eu/sustainable-development

2 www.echa.europa.eu/documents/10162/bf4394ef-7b75-99ec-13c1-134ba7ed713d

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