Die Messe. Fenster. Tür. Fassade.

21. - 24. März 2018 // Nürnberg, Germany

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D+H realisiert zeitgemäße Lüftungslösung

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Luftige Perspektiven: Neues digitales Lüftungs-

system für ein komfortables Leben und Arbeiten

Vielen ist gar nicht bewusst, warum das Raumlüften heutzutage so wichtig ist. Schließlich sollten Sie Ihre Fenster nicht nur aufgrund von Sauerstoffmangel regelmäßig öffnen. Schadstoffe, Feuchtigkeit und Feinstaub können die Raumluft belasten. Folgeprobleme? Die schlechte Luft verursacht Konzentrationslosigkeit, Kopfschmerzen und Schimmelpilze. Der Feinstaub – das sind Partikel, die kleiner als ein hundertstel Millimeter sind – lagern sich in den Lungenbläschen ein und können Herz- und Atemwegskrankheiten sowie Lungenkrebs verursachen. Frische Luft für ein gesundes Leben. Höchste Zeit, sich über ein Lüftungskonzept Gedanken zu machen.

Mit der neuen hochintelligenten Lüftungszentrale von D+H können Sie völlig unkompliziert Ihr persönliches Lüftungskonzept erstellen. Seit vielen Jahren entwickelt, produziert und verkauft D+H neben RWA-Anlagen auch Systeme, die ausschließlich für die kontrollierte natürliche Lüftung (KNL) sind. Auf der FENSTERBAU FRONTALE in Nürnberg wurde die neue D+H Lüftungszentrale erstmalig präsentiert. Sie bietet neben der digitalen Einbindung weitere spannende innovative Funktionen. Im Interview sprechen Stefan Decknatel, Bereichsleiter Innovationsmanagement bei der D+H Mechatronic AG, und der Entwickler Jörg Eichhorn darüber, welche Neuheiten hinter der Lösung stecken, wie sie funktioniert und welchen Mehrwert der Kunde hat.

Redaktion: Herr Decknatel, erstmal grundlegend: Was leistet die neue Lüftungsanlage?

Stefan Decknatel: Primär ist sie dafür da, für frische Raumluft und Raumklimaregulierung durch eine kontrollierte natürliche Lüftung zu sorgen. Die Regelung der Lüftung erfolgt in Abhängigkeit der jeweiligen thermischen, lufthygienischen und energetischen Anforderungen. Sprich warme, gebrauchte Luft strömt aus den Fenstern, frische kommt hinein. Bei Klimazonen, in denen das Klimagefälle zwischen der Innen- und Außenseite zu gering ist oder in Gebäuden, in denen aufgrund der Stellung der Fenster der Winddruck fehlt, können zusätzliche Abluftventilatoren eingesetzt werden. Zusammengefasst: Das D+H Lüftungssystem stellt sicher, dass Sie im Büro frische Luft haben und das Raumklima stimmt. 

Herr Eichhorn, könnten Sie als Teil des D+H-Entwicklungsteams
konkreter auf die einzelnen Funktionen eingehen?

Jörg Eichhorn: Gerne. Die Lüftungszentrale kann diverse Antriebsgruppen beliebig skalieren. Dabei auch die Position der Fenster millimetergenau bestimmen. Der am Motorcontroller angeschlossene u::Lux
Taster gibt Raumfeuchte und -temperatur sowie den CO2-Gehalt wieder. Unser intelligentes Regelsystem ist mit einer Wetter-station verbunden, die die Windrichtung- und stärke ermittelt, über einen Regen- und
Helligkeitssensor sowie einen für die Intensität der Sonnenstrahlung
verfügt. Zudem besitzt sie einen GPS-Empfänger, der die Uhrzeit, das Datum und den Stand der Sonne erfasst.

Durch das Kalenderfeature sind beispielsweise ‚Feiertags-Funktionen‘, also Einstellungen für spezielle Tage im Jahr, möglich. Sollte draußen der Wind zu stark sein oder es regnen, schließen die Fenster automatisch. Mit der integrierten Echtzeituhr kann genau festgelegt werden, ob nun morgens einmal stoßgelüftet werden soll oder doch lieber stündlich die Fenster nur einen Spalt öffnen.

Das Lüftungskonzept wird also komplett programmiert? Kann der
Nutzer überhaupt noch individuell eingreifen?

Jörg Eichhorn: Wir haben uns bewusst stückweit von dem Prinzip der nutzerunabhängigen Lüftung entfernt. Das heißt, der Kunde kann zwar immer noch alles automatisieren, hat aber dennoch die Möglichkeit, beispielsweise die CO2-Steuerung zu übergehen und damit das Fenster manuell zu öffnen. Unser System bietet eine Kombination aus nutzerunabhängiger- und abhängiger Lüftung. Und das auf einfachstem Wege.

Des Weiteren lassen sich tägliche Zeitprogramme konfigurieren und die Zentrale arbeitet dank einer SMI Schnittstelle mit Jalousien und Rollläden zusammen. Das heißt: Ist die Sonneneinstrahlung zu intensiv, fahren die Rollläden oder Jalousien herunter und der Raum wird beschattet.

Wie bedient der Kunde die Steuerung?

Stefan Decknatel: Der Nutzer kann die Lüftung sowohl über die u::Lux Taster, die als beleuchtete, taktile Tasten auf einem hochauflösenden Display zu verstehen sind, als auch über einen Webbrowser steuern. Die Nutzeroberfläche ist selbsterklärend und grafisch ansprechend aufbereitet. Die u::Lux Taster beziehen ihren Strom über eine Power-over-Ethernet-Verbindung (PoE). Mithilfe weiterer Schnittstellen ist die digitale Einbindung in die Gebäudeautomation gegeben. Damit ist eine Interaktion mit Heizung, Einbruch- oder Brandmeldeanlagen möglich. Das garantiert zum Beispiel, dass nicht auf einmal bei einer normalen Lüftung die Alarmanlage losgeht. Das Lüftungskonzept an sich wird mit der D+H Software SCS am PC erstellt.

Lassen Sie uns auf die Technik eingehen. Was steckt in der neuen
Lösung?

Jörg Eichhorn: Die Lüftungssteuerung ist als dezentrales System konzipiert, bestehend aus einem Lüftungscontroller und mehreren Motor-controllern, die per Ethernet verbunden werden. Der Motorcontroller verfügt über vier Gruppenanschlüsse mit jeweils 10 A Ausgangsstrom. Maximal 25 A strömen durch das komplette System im Parallelbetrieb. So eine große Leistung in dieser kleinen Bauform ist bemerkenswert, denn der Motorcontroller ist nur 157 mm breit, 90 mm hoch und 58 mm tief.

Unsere Kunden können zwischen 24-V- und 230-V-Zentralen wählen. Genauso wie unsere neue digitale Rauchabzugszentrale, die auch erstmalig auf der FENSTERBAU FRONTALE vorgestellt wurde, besitzt das Lüftungssystem den Advanced Communication Bus (ACB). Dieser ermöglicht eine bidirektionale Kommunikation der Zentrale mit den Antrieben. Somit können die Informationen über den aktuellen Status des Antriebes nicht nur an den Nutzer zurückgegeben, sondern auch die Parameter zur Laufzeit verändert werden – eine Innovation.

Darüber hinaus verwenden wir ausschließlich stabilisierte Schaltnetzteile, die bauartbedingt zu den Spannungsversorgungen mit der geringsten Restwelligkeit gehören. Außerdem verfügt die Lüftungszentrale über eine elektronische Sicherung. Keine Sicherungseinsätze müssen hier mehr ausgetauscht werden. Beim Kurzschluss erkennt die Zentrale die Situation automatisch, schaltet sich aus und nach Behebung des Fehlers wieder ein.

Wie sie bereits erwähnten, wird das Lüftungskonzept am Laptop
konfiguriert. Inwiefern hat der Kunde die Möglichkeit, die Software
zu aktualisieren?

Stefan Decknatel: Hier müssen wir zwei Dingen unterscheiden. Am Laptop oder PC erstellt der Anwender mit der D+H Software SCS (Service and Configuration Suite) sein Lüftungskonzept und parametriert die Komponenten der Steuerung. Dieses ‚Programm‘ wird dann über eine Standard-Schnittstelle an die Steuerung übertragen und die Arbeit ist erledigt. Allerdings kennen wir alle auch den Begriff des Firmwareupdates aus der Smartphone-Welt. Auch diese Firmware lässt sich komfortabel aktualisieren.

In einem ‚Mini-Computer‘, in dem sich die Intelligenz und Logik der Lüftungssteuerung befindet, werden die Abhängigkeiten ausgewertet und die Algorithmen ausgeführt. Ein weiterer Vorteil für unsere Kunden: Unser neues System ist kaskadierbar. Der Nutzer kann je nach seinen Anforderungen die Stromstärke steigern und den Umfang der Funktionen durch Kombination unterschiedlicher Module auf seine Bedürfnisse einstellen.

Besten Dank für das Interview und viel Erfolg bei der Markteinführung!

D+H hat den Bedarf des Marktes nach neuen Lüftungslösungen erkannt und mit vollem Einsatz reagiert. Die Entwicklung der neuen Zentrale begann im September vergangenen Jahres. Im Spätsommer 2016 wird sie auf dem Markt erhältlich sein. Leistungsstark, kompakt, intelligent und kommunikationsstark – die neue Lüftungslösung eröffnet luftige Perspektiven für die Zukunft.

Das größte D+H-Entwicklungsprojekt aller Zeiten

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Die leiseste Revolution der Antriebswelt

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